HC Horgen wird Schweizermeister im Feldhandball
Wie soll man die Sommerpause besser nutzen, als mit einer illustren Truppe, die gemeinsam ein sportliches Ziel verfolgt? Mit diesem Leitgedanken meldete der HC Horgen in diesem Sommer eine Mannschaft für den Grossfeldcup an. In Rüti galt es im Juli an einem Qualifikationsturnier das Ticket für die Schweizermeisterschaft zu sichern. Trotz widriger Wetterbedingungen – und grosser Sehnsucht nach einer trockenen und warmen Halle – setzte sich die aus jungen aufstrebenden Nachwuchshandballern und in Horgen wohlbekannten Routiniers zusammengesetzte Elf durch und durfte sich auf das Final Four freuen.
Am 22. August war es soweit. In Zofingen machten erkoren die vier stärksten Feldhandballteams dieses Jahres Ihren König. Der Halbfinalgegner der Horgner war der BSC Goldach. Nach nur wenigen Minuten des Spiels war deutlich sichtbar, dass die Defensivabteilung der Zürcher den Massstab des Turniers setzte. Wohlklingende Namen wie Gaetano Mecenero und Christoph Bösch sorgten dafür, dass die wenigen Bälle, die das Tor erreichten ein gefundenes Fressen für den Feldhandballrückkehrer Roger Heimgarten wurden. Auch offensiv wurde reichlich Spektakel geboten. Immer wieder wurde Sascha Mackintosh am Kreis freigespielt. Der gegnerische Torwart konnte kaum einen dieser Würfe entschärfen. Mit einem komfortablen 8-Tore Vorsprung wurde das Spiel zunehmend ruhiger und Kräfte konnten für das bevorstehende Final gesammelt werden. Mit 22:15 Toren endete die Partie klar zu Gunsten der Horgner.
In der zweiten Halbfinalpaarung setzten sich die erfahrenen Feldhandballer aus Zofingen gegen den SV Lägern-Wettingen knapp aber verdient mit 2 Toren Differenz durch. Die Finalpaarung war somit festgelegt.
Um 15 Uhr begann das Finalspiel, das im Gegensatz zum Qualifikationsturnier bei schönstem Wetter ausgetragen werden konnte. Topmotiviert kämpften die Horgner für den Pokal, der 5 Jahre in Folge an Aargauer Teams vergeben wurde. Keine der Mannschaften konnte sich jedoch in der ersten Halbzeit entscheidend Absetzen, sodass die Halbzeitpause mit einem Remis angetreten wurde. Die zweiten 30 Minuten mussten also über den Meistertitel entscheiden. Mit zunehmender Müdigkeit und Anspannung gewann das Spiel an Härte, was den Schiedsrichter insbesondere auf Horgner Seite zur Vergabe von zahlreichen 5-Minuten Strafen animierte. Die numerische Unterlegenheit trieb die Gäste aus Zürich jedoch zusätzlich an. Nur noch mit grosser Mühe fanden die Zofinger Lücken in den Horgner Defensivreihen. Durch die daraus resultierende Führung des HCH entschärfe sich das Tempo im Angriff starkt, nicht zuletzt, da im Feldhandball kein Passives Spiel angezeigt werden kann. Geduldig wurden die Chancen abgewartet. Diese Strategie war im wahrsten Sinne des Wortes goldrichtig. Mit 18:14 siegte das Team vom linken Zürichseeufer und darf nun ein Jahr lang die Krone im Feldhandball tragen.
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