Spielbericht - 2. Liga: GS Stäfa - HCH2
Am vergangenen Samstag traten die Horgner 2. Ligisten in der Aufstiegsrunde zum Hinspiel der Halbfinals in und gegen Stäfa an. In der regulären Saison nur auf den zweiten Platz gekommen, wartete mit dem HC GS Stäfa der unangefochtene Sieger der Gruppe 2. Um diese Aufgabe erfolgreich zu erledigen wurde ein ganz anderes Auftreten als im letzten Spiel gegen Wädenswil verlangt. Die Liste der verfügbaren Spieler stimmte Coach Bosshard jedoch positiv – nicht zuletzt dank der Rückkehr von Schüpbach und Hegetschweiler.
Von Andreas Schnelli
Zu Beginn des Spieles sahen sich die Horgner mit einer 2.Liga-untypischen Situation konfrontiert. Durch die Heimmannschaft wurde ein sehr hohes Tempo angeschlagen und in Tore umgemünzt. Enttäuschend in dieser Phase war vor allem die Defensive des HCH. Stäbli erwischte einen seiner schwächeren Tage und wurde in seiner Aufgabe nur ansatzweise von seinen Vorderleuten unterstützt. Bereits in der ersten Viertelstunde zwang dies Horgen zu den ersten Umstellungen im Rückraum und Amann versuchte sein Glück zwischen den Pfosten. In dieser Konstellation funktionierte das Horgner Kollektiv plötzlich besser, wodurch die Vorteile auf dem Platz auf die Seite der Gäste rutschten. Zusätzlich konnte man erkennen, dass sich die Gastgeber mit dem Tempospiel wohl selbst überschätzten und ihre Kräfte merklich nachliessen. Mit einer kämpferischen Leistung konnten sich die Horgner leicht absetzen und den Pausenstand von 11:14 herstellen.
Nach dem Wiederanpfiff vermochten die Vertreter des Handballclub Horgens gar die Führung weiter auszubauen. Innert Kürze Stieg der Vorsprung auf 11:17 an und hätte mit einer besseren Chancenauswertung (ich denke da hauptsächlich an den Verfasser dieses Textes) gar noch höher ausfallen können. Massgeblich daran beteiligt war nicht nur die steigende Stärke im Angriff sondern auch Amann, der wohl sein bestes Spiel der Saison zeigte und etliche Abschlüsse der Stäfener vereitelte. An dieser Stelle muss leider noch erwähnt werden, dass nicht nur die Spieler auf dem Feld auffielen. Die Unparteiischen erstaunten durch ihre Entscheide immer wieder sämtliche Anwesenden. Ein Konzept in der Strafenverteilung konnte beim besten Willen nicht erkannt werden. Auf beiden Seiten wurden offensichtliche Strafen nicht verteilt, aber dann die berüchtigten zwei Finger für Kleinigkeiten nach oben gestreckt. Gekrönt wurde dies in der 51. Minute, als aus heiterem Himmel die Rote Karte gegen Christoph Bösch gezückt wurde. Die Horgner liessen sich davon nicht beeindrucken und spielten konsequent weiter. Die Gegenwehr der Gastgeber wurde in den letzten Minuten kaum mehr gespürt. So konnte der komfortable Vorsprung verteidigt werden. Es kam zum Schlussresultat von 17:24.
Am kommenden Samstag findet um 18:00 in der Waldegghalle das Rückspiel statt. Wenn die Horgner die selbe Leistung wieder abrufen können, wird dies bestimmt die Qualifikation für das Finale bedeuten. Zu sicher sollten sich die Linksufrigen jedoch nicht fühlen, wird sich Stäfa wohl kaum mit dieser Schmach im Seeduell zufrieden geben.
Matchtelegramm
GS Stäfa 2 : HC Horgen 2 17:24 (11:14)
SR: Brogle/Sbalzarini
Frohberg, Stäfa: 50 Zuschauer
HC Horgen: Ammann, Stäubli, Andretto, A. Bösch (2) C. Bösch, Bosshard, Gerdsmeier(2), Hegetschweiler(3) Leuthold(5/4), Rothenfluh(5), Schnelli, Stapfer(4), Weingarten(1)
GS Stäfa: Bruderer, D. Brunner(5), P.Brunner(5), Clement(2), Fischer, Giulianelli, Gollob(1), D. Huber, M. Huber, Jola, Muric(3), Rieger, olenthaler, Tischhauser(1)
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