Spielbericht: 1. Liga Hauptrunde, Gruppe 2 HSG Leimental – SG Horgen/Wädenswil 25:27 (18:12)

SG Horgen/Wädenswil erobert Tabellenführung

Die SG Horgen/Wädenswil holt in einem umkämpften Spiel mit zwei komplett unterschiedlich verlaufenden Halbzeiten und einer an Spannung und Dramatik kaum zu überbietenden Schlussphase einen 25:27 Sieg beim bisherigen Tabellenführer HSG Leimental und bleibt auswärts weiter ungeschlagen. Ein im Angriff überragender Luc Kummer gibt nach langer Verletzungspause ein starkes Comeback und erzielt 7 Tore.

 

Dass es kein einfaches Spiel gegen die körperlich starken Leimentaler werden würde, war von Anfang an klar. Und schon bevor es überhaupt los ging, gab es den ersten Dämpfer für die Gäste aus Horgen/Wädenswil. Torhüter Serge Hofer verletzte sich beim Aufwärmen an der Wade und konnte nicht eingesetzt werden. Als das Spiel dann angepfiffen wurde, legten beide Mannschaften gleich mit rasantem Tempo los. Die Gastgeber erzielten das erste Tor zum 1:0 und legten nach einem Fehlpass der SG Horgen/Wädenswil per Tempogegenstoss gleich zum 2:0 nach. Mit einem schön herausgespielten Treffer vom rechten Flügel konnte Lukas Hitz zwar auf 2:1 verkürzen, doch im Angriff lief in den ersten Minuten der Partie ansonsten bei den Seebuben gar nichts zusammen. Zwei weitere technische Fehler führten zu schnellen Tempogegenstosstoren der HSG Leimental und so sah sich das Trainergespann Bull/Knop bereits nach 6 Minuten und beim Stand von 1:4 aus Sicht der SG zu einem Timeout gezwungen, um ihre Mannschaft besser auf den Gegner einzustellen. Doch auch die kurze Unterbrechung blieb zunächst ohne den gewünschten Erfolg. Unkonzentriertheiten beim Abschluss oder Fehlpässe direkt in die Arme der gegnerischen Spieler hatten zur Folge, dass der Rückstand innerhalb kürzester Zeit weiter anwuchs. Nach gerade einmal zehn gespielten Minuten führte die HSG Leimental bereits mit 9:2.
Doch nach diesem schwachen Start stabilisierte sich die SG Horgen/Wädenswil nun, machte weniger technische Fehler und konnte durch einen 5:1-Lauf durch zwei Tore von Zuber, zwei verwandelte 7-Meter von Schuler sowie einen Treffer von Sebele innerhalb von 5 Minuten auf 10:7 verkürzen. Die Gastgeber aus Leimental liessen sich dadurch aber nicht wirklich beeindrucken und bauten die Führung mit konsequentem Tempospiel über die erste und zweite Welle bis zur 21. Spielminute mit dem Treffer zum 14:8 wieder auf komfortable 6 Tore aus. Die letzten neun Minuten der ersten Halbzeit verliefen dann wieder ausgeglichener, wobei der zur Mitte der ersten Spielhälfte eingewechselte Luc Kummer, der nach langer Verletzungspause sein Comeback gab, ein ganz starkes Spiel machte. Die letzten fünf Treffer der SG bis zur Halbzeit erzielte alle Luc Kummer.
Symptomatisch für die phasenweisen Unkonzentriertheiten der Gäste war jedoch wieder ein Freiwurf der Leimentaler drei Sekunden vor der Halbzeit, wo der Horgen/Wädenswiler Block gedanklich nicht anwesend schien und man noch einen vermeidbaren Gegentreffer zum 18:12 Halbzeitstand kassierte.

Zu Beginn der 2. Halbzeit schien es zunächst wie in Hälfte eins weiter zu gehen, denn gerade einmal 53 Sekunden nach Wiederanpfiff kassierte Urs Pfister eine 2-Minuten-Strafe. Allerdings hielten sich die Seebuben in dieser Unterzahl, eine von insgesamt neun 2-Minuten-Strafen, die gegen die SG Horgen/Wädenswil ausgesprochen wurden im Gegensatz zu lediglich vier 2-Minuten-Strafen gegen die HSG Leimental, schadlos. Und nachdem die SG wieder vollzählig war startete dann eine nicht für möglich gehaltene Aufholjagd. Mit einem 4:0-Lauf bis zur 38. Spielminute verkürzten die Seebuben den Rückstand innerhalb weniger Minuten beim 18:16 durch Donat Ziegler auf nur noch 2 Tore und waren wieder in Schlagdistanz. Zwischenzeitlich hatten die Hausherren mit Yanick Schläpfer einen ihrer Rückraumshooter durch eine direkte rote Karte wegen groben Foulspiels verloren, als er Ziegler beim Tempogegenstoss in vollem Tempo und ohne Chance an den Ball zu gelangen von hinten attackierte und zu Fall brachte. Beim fälligen 7-Meter-Strafwurf scheiterte Yanick Schuler jedoch am gegnerischen Torhüter Robin Santeler.
Das Spiel war jetzt hart umkämpft und das Pendel schlug mal zur einen und mal zur anderen Seite aus. Nachdem sich die Gäste auf 2 Tore herangekämpft hatten, waren nun wieder die Hausherren am Drücker und erhöhten ihren Vorsprung beim 21:17 wieder auf 4 Tore. Die SG blieb aber weiter dran und verkürzte postwendend mit zwei schnellen Toren von Luc Kummer und Yanick Schuler auf 21:19. Die Seebuben waren nah dran am Ausgleich, allerdings wollte er einfach nicht gelingen – noch nicht. Als in dieser Phase die HSG Leimental, angetrieben von ihrem Publikum, elf Minuten vor dem Ende durch Kreisläufer Nicola Kaiser mit 24:19 in Führung ging, sah es nicht gut aus für die Seebuben.
Was nun allerdings in den letzten elf Minuten folgte war ein wahrer Handballkrimi, den wohl auch Alfred Hitchcock nicht besser hätte inszenieren können. Thierry Sebele und der junge U-19 Spieler David Kälin sorgten zunächst mit einem Doppelpack zum 24:21 wieder für den Anschluss. Die SG war wieder in Reichweite und auch die dritte 2-Minuten-Strafe und damit verbundene rote Karte gegen Thierry Sebele konnte die Seebuben diesmal nicht stoppen. Denn zum einen lief Marvin Schäfer im Tor der SG nun zur Höchstform auf und konnte einen Ball nach dem anderen entschärfen. Und zum anderen war man fortan im Abschluss höchst effizient und mit vier weiteren Toren in Folge gelang es den Seebuben schliesslich mit dem 24:25 durch Yanick Schuler zwei Minuten und neun Sekunden vor Spielende erstmals in Führung zu gehen. Allerdings konnten die Leimentaler durch Yves Schläpfer postwendend nochmals ausgleichen. Doch dies sollte der letzte und damit der einzige Treffer der Leimentaler innerhalb der letzten elf Minuten bleiben. In den letzten beiden Angriffen der SG führte Luc Kummer geschickt Regie und der bis dahin eher unglücklich agierende Tim Wünsch vollstreckte zweimal eiskalt zum viel umjubelten 25:27 Endstand.

Kommentar Ole Bull (Trainer SG Horgen/Wädenswil):
Ich bin sehr froh, dass wir die Punkte aus Leimental mitnehmen können. Es war am Schluss sicher ein wenig Glück dabei, aber die Punkte sind absolut verdient.
Die Mannschaft hat grosse Moral gezeigt, sich nie aufgegeben und bis zum Schluss gekämpft. Und dafür sind wir am Ende belohnt worden.

Matchtelegramm:
1. Liga Hauptrunde, Gruppe 2 HSG Leimental – SG Horgen/Wädenswil 25:27 (18:12)
Therwil 99er, Therwil, 80 Zuschauer
SR: Jean-Luc Desbois, Abdelmouttalib Razak, SR Beobachter: Beat Grob
Strafen: 9*2 Min Horgen/Wädenswil, 4*2 Min + 1* direkte Disqualifikation Leimental
Torfolge: 2:0, 2:1, 7:1, 9:2, 10:4, 10:7, 16:9, 18:12, 18:16, 21:17, 21:19, 24:19, 24:25; 25:25, 25:27

SG Horgen/Wädenswil: Schäfer, Hofer (n.e.); Hitz (1), Kälin (1), L. Kummer (7), M. Kummer, Pfister (1), Platz (1), Schuler (6/2), Sebele (2), Smayra, Wünsch (3), Ziegler (3), Zuber (2)
Bemerkungen: Hofer wegen Verletzung nicht eingesetzt, Direkte Rote Karte gegen Schläpfer (Leimental)

Stephan Knop

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